„Schafgarb’ im Leib tut gut jedem Weib.“

Die Schafgarbe wächst 20-80cm hoch und wirkt mit ihren weißen Blütenständen wie ein Doldenblütler, sie gehört aber, wie das Gänseblümchen, zu den Korbblütlern: Außen befinden 4-6 weiße oder rosa Zungenblüten, innen gelblich weiße Röhrenblüten. Sie blühen von Juni bis November.
Die zahlreichen aufrechten, meist unverzweigten Stengel sind innen markig, außen je nach Höhenlage kahl oder schwach behaart. Sie sind sehr zäh und lassen sich kaum abreißen.
Weil die Blattfiederchen wie viele winzige Blättchen wirken, hat die Art den wissenschaftlichen Name „millefolium“ – tausendblättrig – erhalten.

Artname: Schafgarbe "Achillea millefolium"
Familie: Korbblütengewächse Asteraceae
Standort: Trockene Wiesen, Weiden und Wegrändern

Wissenswertes:

Die Pflanze fällt auf Schafweiden dadurch auf, dass die Stengel meist nur noch Blütenstände tragen, denn ausschließlich die Blätter werden abgefressen – daher ihr deutscher Name. Ihr wissenschaftlicher Name rührt von der Sage her, dass ein Zentaur Achilles auf die wund-heilende Wirkung hingewiesen habe.

Verwendung:

„Schafgarb’ im Leib tut gut jedem Weib.“
Neben solchen volkstümlichen Sprüchen weisen auch Namen wie Bauchwehkraut, Frauendank und Blutstillkraut auf einige Wirkungen in der Heilkunde hin. Aber auch zur Unterstützung der Verdauung und auch wegen seiner desinfizierenden, krampflösenden und entzündungshemmenden Wirkung wird die Pflanze eingesetzt. Das enthaltene Kalium regt zusammen mit anderen Wirkstoffen die Nieren an und wird daher in Frühjahrskuren gerne eingesetzt.

Auch äußere und innere Blutungen können durch Schafgarbe gestillt werden.
Darüber hinaus verwendet man Schafgarbe bei Kopfschmerzen, nächtlichen Wadenkrämpfen, gegen Würmer, zu starken Monats-blutungen, bei Blutarmut und als Auflage bei Geschwüren, Blutergüssen und eiternden Wunden (Apotheker Pahlow). Neben dem Bereich der Heilkunde findet Schafgarbe aber auch ihren Einsatz in der Wildkräuterküche: Die ersten Blättchen im Frühling können feingehackt für Salate, Suppen und Weichkäsezubereitungen hervorragend genutzt werden. Auch als Gewürz bei fetten Speisen kommt die Schafgarbe zum Einsatz, da sie mit ihren Bitterstoffen die Verdauung anregt.
Früher verwendete man übrigens Schafgarbe anstelle von Hopfen zum Bierbrauen. Und mit einem Auszug aus den Blättern lässt sich sogar Wolle gelb oder braun färben.
Betrachtet man diese lange und breit gefächerte Liste an Einsatzmöglichkeiten, muss einem zwangsläufig bewusst werden, wie wertvoll dieses Wildkraut für den Menschen ist.