Ein synthetischer Süßstoff. Chemisch handelt es sich um Cyclohexylsulfaminsäure und ihre Natrium- und Calciumsalze. Cyclamat ist 35-mal süßer als Saccharose (Zucker), aber z. B. nur ein Zehntel so süß wie Saccharin. Cyclamat ist in Deutschland seit 1963 zugelassen und hat von den in der EU zugelassenen Süßstoffen die geringste Süßintensität. Cyclamat hat einen besonders zuckernahen Geschmack.

Cyclamat wird vom menschlichen Organismus zwar in unterschiedlichem Maße aufgenommen, kann jedoch nicht zur Energiegewinnung verwertet werden. Es gehört daher zu den Süßstoffen.

GHS-Gefahrstoffkennzeichnung und EU-Gefahrstoffkennzeichnung Gesundheitsschädlich!

In den USA seit 1969 wegen Verdacht auf Krebserregender Wirkung verboten!

Im Tierversuch Schädigung von Hoden und Spermien durch Abbauprodukte nachgewiesen.

Herstellung:

Cyclamat wird durch chemische Reaktionen aus Cyclohexylamin und Amidosulfonsäure hergestellt.

Einsatz

Das hitzestabile Cyclamat verstärkt die Wirkung anderer Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe und wird daher oft in Mischungen eingesetzt. In der Lebensmittelindustrie wird es als Süßstoff in energiereduzierten oder zuckerfreien Lebensmitteln eingesetzt. Auch als Tafelsüße ist es im Handel.

Cyclamat ist nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen. Dazu gehören unter anderem:

  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Getränke (max. 250 mg/l)
  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Desserts (max. 250 mg/kg)
  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Brotaufstriche, Konfitüren, Marmeladen, Gelees (max. 500 – 1.000 mg/kg)
  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Obstkonserven (max. 1.000 mg/kg)
  • Nahrungsergänzungsmittel (max. 400 – 1.250 mg/kg)

Darüber hinaus wird Cyclamat in der kosmetischen Industrie und bei der Herstellung von Arzneimitten eingesetzt.