Ein nicht-metallisches Element aus der Gruppe der Halogene. Sein chemisches Symbol lautet I und es besitzt die Ordnungszahl 53. Sein Name leitet sich von dem griechischen Wort "ioeides" = violett, veilchenartig ab.

Reines Jod ist schwarz-grau mit einem metallischen Glanz und geht bereits bei Raumtemperatur in den gasförmigen Zustand über. Beim Erhitzen bilden sich violette Dämpfe, die eine starke Reizung auf die Augen und die Schleimhäute des Atemtrakts ausüben.

 

Vorkommen

In der Erdoberfläche ist es das 70-häufigste Element. 1811 gewann der französische Chemiker Bernard Courtois das erste Mal Jod als Element. In der Natur kommt es in geringer Konzentration im Boden, in bestimmten Gesteinen, in Seen, dem Meer und sogar in der Luft vor. Industriell gewonnen wird es vor allem in den Chilesalpeterlagerstätten oder aus Seetang. Jod ist ein essentielles Spurenelement. 

Jod kommt in Meeresfisch, jodiertem Speisesalz und zum Teil auch im Trinkwasser vor. Es wird in die Schilddrüsenhormone eingebaut. Zu wenig Jod in der Nahrung und im Trinkwasser führt neben anderen Ursachen zur Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf). Deutschland gehört zu den so genannten Jodmangelgebieten, wobei der Jodmangel besonders in den Gebirgsgegenden ausgeprägt ist. Dieser Jodmangel ist durch die Eiszeiten bedingt, in denen die Jodvorkommen durch das Schmelzwasser ausgewaschen wurden.

 

Einsatz

In der technischen Industrie wird Jod kaum verwendet.

In der Medizin wird es als Desinfektionsmittel, als Schilddrüsenmedikament und als Röntgenkontrastmittel eingesetzt.

Als Nahrungsergänzung wird es in Form von Natrium-Kaliumiodat Speisesalzen zugesetzt.

Für den Fall einer radioaktiven Verseuchung der Umwelt, wie z.B. nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl, steht es in staatlichen Lagern als Kaliumiodid zur Verfügung, damit es einige Tage lang in einer erhöhten Menge eingenommen werden kann. Hierdurch wird die Schilddrüse mit ungefährlichem Jod „abgesättigt" und der Einbau von radioaktiv verseuchtem Jod vermindert.

Eine Überfunktion der Schilddrüse oder Schilddrüsenkrebs werden hingegen mit radioaktivem Jod behandelt. Dazu wird dem Betroffenen bei Schilddrüsenkrebs eine Kapsel mit dem Jodisotop I 131 mit einer Aktivität von ca. 100 mCi, und bei einer Überfunktion von 5-50 mCi verabreicht.

Jod in Form von Jodkohle kann außerdem verwendet werden, um Quecksilber aus Teppichen zu entfernen.

 

Nähere Informationen

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